Summ summ summ – Wildbienchen summ herum!

Honigbiene

Jeder kennt die Geschichte der Bienchen und Blümchen – aber kennt ihr auch die Geschichte der „Türsteher“-Wildbiene? Nein? Dann solltet ihr diesen Beitrag lesen 😉

Ein Blumenglöckchen vom Boden hervor …

Wir Ulmer Azubis und Volontäre staunten nicht schlecht über die vielfältige Welt der Wildbienen! Und wie einfach und spaßig es für uns Menschen ist, diese Bienchen durch Blumensorten und Nistplätzen zu unterstützen, um sie beim fleißigen Pollensammeln und Summen zu beobachten!

Anlässlich unseres 150-jährigen Jubiläums organisieren wir Azubis  für Ende des Jahres ein Wildbienen-Quiz, bei dem eine Führung beim Wildbienenexperten Paul Westrich gewonnen werden kann (www.ulmer150.de). Damit wir überhaupt wissen, wer diese Wildbienen sind, was sie so machen und wie sie so leben, gab uns Herr Westrich eine exklusive Wildbienenführung bei ihm zuhause. Wir tauchten ab in eine bunte Blumenwelt, in der es raschelte, säuselte, zischelte – und vor allem summte. Wir können alle nur sagen: Es war ungeheuer spannend!!!

… war fröhlich gesprossen im lieblichen Flor …

Bevor wir im bunten Bienenpark in Herrn Westrichs Garten flanieren konnten, erhielten wir eine Einführung in das Metier der Wildbienen. In einer Präsentation mit Bildern und Videos, die Herr Westrich im Laufe seiner ungefähr 12 Forschungsjahre selbst anfertigte, erklärte er uns, was Wildbienen von Honigbienen unterscheidet, was es für verschiedene Arten gibt und wie sie sich fortpflanzen und nisten.

Das Material war ungeheuer faszinierend, sowas haben wir alle noch nicht gesehen und gehört! Wusstet ihr zum Beispiel, dass Wildbienenweibchen nach der Eiablage entscheiden, welches Ei weiblich und welches männlich befruchtet werden soll? Oder dass manche Arten ihre Eier in Nistplätzen mit Lehm, andere jedoch mit durch Gift betäubte Insekten voneinander abtrennen? Es gibt sogar Wildbienenarten, die ihre Nester im Boden bauen, inklusive einer Türsteher-Biene, die nur das eigene coole Bienenvolk reinlässt und alle anderen türstehermäßig abweist – du kommsch hier net rein! Doch zu viel wollen wir hier nicht verraten – schließlich soll das Quiz nicht zu einfach werden! 😉

… da kam ein Bienlein und naschte fein …

Nun ging es ans Eingemachte – wir trauten uns raus zu gefühlt Millionen herumschwirrender Wildbienen und Honigbienen in Herrn Westrichs Garten. Doch kein Grund zur Sorge: Wildbienen stechen in der Regel nicht, es sei denn, man bedroht sie oder ihre Brut. Außerdem ist das Gift im Stachel im Laufe der Evolution abgeschwächt worden, da es nur noch als Verteidigung und nicht mehr als Jagdinstrument dient.

In Mitten einer duftenden und summenden Blumenwelt erklärte uns Herr Westrich, welche Wildbienen welche Pflanzen für ihr Pollensammeln benötigen und welcher Nistplatz in der Nähe sein muss, damit sich diese Art im Garten niederlässt. Wie toll ist das denn!? Durch das Anpflanzen bestimmter Pflanzen und zum Beispiel  durch das Vorhandensein eines morschen Baumstammes kann ich selbst steuern, welche Wildbienen meinen Garten mit Summen beleben – und so den Wildbienen und auch den anderen Arten einen geschützten Lebensraum bieten, der immer stärker bedroht wird. Das ist weder besonders kompliziert, noch besonders teuer.

Es ist ungemein wichtig, die Wildbienen und die Insekten allgemein zu schützen. Wenn das auch noch Spaß macht, dann haben sowohl Mensch als auch Tier gewonnen. Denn die Bienen verschwinden langsam und stetig weltweit. Aber eine Welt ohne Bienen ist undenkbar für unser gesamtes Ökosystem! Viele Nutz- und Wildpflanzen gäbe es ohne unsere summenden Helferlein nicht – und was wäre das für eine Welt ohne Erdbeeren, Kirschen oder Äpfel? Richtig – Eine traurige, graue Welt!

… oh, die müssen wohl füreinander sein!

Wir Ulmer Azubis und Volontäre bedanken uns bei Herrn Westrich für diesen tollen Tag voller neuer Erkenntnisse und hoffen auf weitere interessante Informationen über die Wildbienen. Wir sehen die Bienen nun mit ganz anderen Augen! Ich persönlich (Nina) freue mich schon auf meinen eigenen bunten Blumengarten, den ich (oder mein Papa ;-)) auf die Bedürfnisse der Wildbienen und Bienen abstimmen und entsprechend gestalten werde!

– „Bienengedicht“ von Johann Wolfgang von Goethe

Paul Westrichs „Die Wildbienen Deutschlands“

WWildbienen Deutschlandseitere spannende Infos und faszinierende Videos über Wildbienen findet ihr auf Herrn Westrichs Website. Oder ihr wartet auf sein Lebenswerk „Die Wildbienen Deutschlands“, welches bei uns im Verlag im Oktober erscheinen wird. Auf knapp 900 Seiten mit 1.600 faszinierenden Farbfotos werden unter anderem ausführlich die verschiedenen Lebensräume unsere Wildbienchen sowie welche Bienen, Blüten und Nistplätze zusammen gehören beschrieben. Mit seiner Aufklärungsarbeit leistet er einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bienen!

Summende Grüße von Sara, Katrin, Christian, Leonie und Nina

p.s. „Optimismus heißt rückwärts Sumsi mit Po!“ – Zitat Mr. & Mrs. Panda

Biene


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