Was machen eigentlich Mediengestalter?

Heute darf ich allen kreativen Seelen und Medien-Interessierten unsere Auszubildende Sara vorstellen, die uns einiges über ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin erzählt!

„Hallo Sara, was kannst du uns über die Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print (Fachrichtung Gestaltung und Technik) erzählen?“

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet dual in der Berufsschule und im Betrieb statt. Die meisten Mediengestalter arbeiten in Werbeagenturen. Außerdem werden Mediengestalter auch in Verlagen (so wie ich), Druckereien oder in Werbeabteilungen von großen Firmen angestellt. Am Anfang, oder spätestens bis zum 3. Ausbildungsjahr muss man sich für eine Fachrichtung entscheiden. Zur Auswahl stehen der Schwerpunkt Print oder Digital.
Digital ist nur dann zu empfehlen, wenn auch der eigene Betrieb selber Programmierung von Webseiten übernimmt, da in der Schule dieses Fachwissen vertieft wird, man lernt zum Beispiel, wie man Webseiten responsive macht und wie man mit XML, Java, natürlich HTML und CSS und vielem mehr umgeht.  In der Fachrichtung Print lernt man viel zu den Themen Typographie, Bildbearbeitung, Druckverfahren und Weiterverarbeitung und vieles mehr. Der Unterricht gestaltet sich in beiden Fachrichtungen theoretisch und praktisch mit Arbeit am Computer.

„Was müssen Interessierte mitbringen bzw. welche Vorkenntnisse sind nötig, um Mediengestalter zu werden?“

Ein kreatives Auge, Teamfähigkeit, Ideenreichtum und Vorstellungskraft.
Sinnvolle Hobbys für den Job sind fotografieren, zeichnen oder gerne anderweitig kreativ zu sein. Man sollte kein Problem damit haben, den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen (in den meisten Fällen sieht so nämlich ein typischer Arbeitstag aus). Zudem sollte ein Interesse an den technischen Aspekten der Ausbildung vorhanden sein, wie Drucken, Weiterverarbeitung, usw.
Hilfreich können Vorkenntnisse in den Programmen der Branche sein, in so gut wie jedem Betrieb sind das die Programme von Adobe (Photoshop, InDesign, Illustrator, usw.). Jedoch unterscheidet sich auch hier die Anwendung, je nach Bedarf des Betriebes.

„Auf was kommt es bei der Bewerbung zum Mediengestalter an?“

Du bewirbst dich für einen kreativen Beruf, also darf auch deine Bewerbung ein bisschen kreativer sein. Sei individuell und steche aus der Menge hinaus (natürlich muss man sich dabei aber immer noch an alle Vorgaben halten!). Arbeitsproben kommen immer gut an, sofern du schon welche hast. Und dabei zählt nicht die Quantität, sondern die  Qualität. Noch einen Tipp habe ich für dich: Zeige in deiner Bewerbung durch kleine aber feine Hinweise, dass du eine Ahnung von den benötigten Programmen hast, dann wird deine Bewerbung herausstechen.

„Welche Berufsfelder oder Tätigkeiten stehen Mediengestaltern nach der Ausbildung offen?“

Weiterbildungen beispielsweise zum „Fachwirt Medien Print/Digital“ sind nach der Ausbildung möglich. Allgemein gilt offen für Neues zu sein, da sich in der Technik immer etwas verändert und man sich anpassen muss. In dem Sinne geht man eventuell öfter einmal auf Fortbildungen oder muss sich ein neues Programm angewöhnen, eine neue Arbeitsweise oder neue Vorgaben in der Gestaltung.

„Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Was hat dich damals motiviert Mediengestalterin zu werden und was fasziniert dich an deinem Beruf?“

Ursprünglich wollte ich Fotografin werden. Jedoch merkte ich, dass das beruflich doch nicht 100 % zu mir passt. Daraufhin habe ich mich in der Branche umgeschaut. Ein Bekannter von mir brachte mich auf diesen Beruf und auch auf den Verlag Eugen Ulmer, in dem er auch heute noch arbeitet.
Meine Begeisterung für diesen Beruf ist vor allem so groß, da man immer wieder etwas anderes macht. Man kann sich gestalterisch austoben und darf auch mal ein paar kreative Grenzen sprengen.  Eine schöne Gestaltung kann so viel ausmachen und bewirken, oft sogar ob ein Produkt gelesen wird oder nicht. Das macht einfach Spaß! Außerdem gefällt mir auch der technische Teil des Berufes. So schaut man über den Tellerrand hinaus und arbeitet oft auch eng mit Druckereien o.ä. zusammen und kann so die Gestaltung auch passender an das Produkt anpassen.


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